Blick über den Ort Berchtesgaden

Instawalk im Salzbergwerk Berchtesgaden

Mein erster Instawalk führte mich in die Stollen des Salzbergwerks Berchtesgaden. Das Besondere dabei? Im Berg wird bis heute Salz abgebaut und wir durften im Rahmen des Instawalks den aktiven Teil besuchen und echten Bergmännern bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Heimat-Entdeckungs-Challenge Teil 1

Seit März diesen Jahres bin ich dank meines Studiums an der FH wieder regelmäßig in meiner Heimat Salzburg unterwegs. Ich habe mir fest vorgenommen diese Zeit zu nutzen, um die Natur und die vielen Sehenswürdigkeiten in und um Salzburg wieder mehr zu erkunden. Es gibt ja dieses Phänomen, dass man auf Reisen alle möglichen Plätze besichtigt, während man in seiner Heimatstadt oft nicht mal die top Touristenattraktionen von innen kennt. Also mir geht es zumindest so. 😉 Ich glaube ich war das letzte Mal mit der Volksschule im Salzburger Dom oder auf der Festung. Da kam es mir ganz recht, als ich vom Instawalk im Salzbergwerk Berchtesgaden erfuhr.

Der kleine Ort in Oberbayern ist nur einen Katzensprung von Salzburg entfernt und liegt mitten in einer wunderschönen Berglandschaft. Als ich für den Instawalk in Richtung Berchtesgaden fuhr, bekam ich sofort Lust eine Wanderung auf den Watzmann oder zum Königsee zu unternehmen. Doch das muss erstmal warten, denn schließlich hieß es nicht auf den Berg sondern in den Berg hineinzuwandern.

Ab in den Berg

Gemeinsam mit einer kleinen #Instagruppe wurden wir mit Schutzanzug, Helm, Stirnlampe und Selbstretter ausgestattet und durften anlässlich des Instawalks den aktiven Teil des Bergwerks besuchen. Eine echte Besonderheit! Mir war bis dato nicht bewusst, dass im Bergwerk in Berchtesgaden bis heute Salz abgebaut wird – und das seit 500 Jahren. Rund 35 Kumpel sind hier tagtäglich im Einsatz um im „nassen Abbau“ mit Hilfe von Wasser Salz aus dem Gebirge herauszulösen.

Abenteuer unter Tage

Bergmann Hansi führte uns durch die verwinkelten Gänge mitten in den Berg hinein und erklärte uns wie der Salzabbau funktioniert. Auf 5 Ebenen sind aktuell 30 sogenannte Borspülwerke im Einsatz – also Hohlräume die mit Wasser gefüllt werden, um das Salz herauszulösen. Unterwegs sahen wir in den verwinkelten, teilweise 500 Jahre alten Stollen bunt schillernde Salzadern, einen riesigen Solesee und echte Bergmänner bei der Arbeit. Ich kann die Kumpel sehr bewundern, die hier tagtäglich ihre Arbeit unter der Erde verrichten. Denn ich war schon nach 2,5 Stunden und 4 Kilometern Fußmarsch in den Tiefen des Berges froh, als ich wieder ans Tageslicht und an die frische Luft kam. 😉

Meine salzige Erkenntnis

Ich habe mir bisher noch nie Gedanken darüber gemacht, wo das Salz herkommt, das ich in der Küche verwende. Das hat sich seit dem interessanten Instawalk im Bergwerk geändert. Schließlich habe ich gelernt, dass das Salz aus dem Berg besonders rein ist, da es aus dem Urmeer stammt und mit reinem Quellwasser herausgelöst wird. Schädliche Umwelteinflüsse spielen hier also keine Rolle. Ganz anders als beim Meersalz, das aufgrund der Verschmutzung der Weltmeere oft nicht ganz unproblematisch ist. Für mich kommt ab jetzt jedenfalls nur mehr Alpensalz ins Einkaufswagerl. 🙂

Vielen Dank an das Team vom Salzbergwerk Berchtesgaden für die spannenden Einblicke!